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Cassius Dio Cocceianus ArtikelCassius Dio Cocceianus (* 155 in Nicaea (griechisch Nikaia ) in Bithynien † nach 229), war der Sohn von Cassius Apronianus , einem römischen Senator. Sein tatsächlicher Name ist Cassius, er nahm aber die beiden anderen Namen an, um eine Herkunft mütterlicherseits von Dio Chrysostom nahe zu legen. Obwohl er von seiner Mutter her tatsächlich griechischer Abstammung war, und obwohl er die in seiner Heimat maßgebende griechische Sprache in seinen Schriften benutzt, muss er als Römer angesehen werden.
Cassius Dio verbrachte den größten Teil seines Lebens in dem öffentlichen Dienst. Er war Senator unter Commodus (Kaiser 180 – 193) und Gouverneur von Smyrna nachdem Tod von Septimius Severus (Kaiser seit 193, † 211); um das Jahr 205 war er Konsul und Prokonsul in Afrika und Pannonien. Severus Alexander (Kaiser 222 – 235) hatte die größte Wertschätzung für ihn und machte ihn 229 zu dem zweiten Mal zu dem Konsul, gemeinsam mit sich selbst, obwohl die Prätorianergarde, verärgert über ihn wegen seiner Gewissenhaftigkeit, seinen Kopf gefordert hatte. Nach seinem zweiten Konsulat kehrte er in seine Heimat zurück, wo er starb.
Cassius Dio veröffentlichte eine Römische Geschichte in achtzig Büchern, die Frucht einer 22jährigen Arbeit. Sie umfasst 983 Jahre, beginnt mit der Ankunft von Aeneas in Italien, und reicht über die Gründung von Rom bis zu seinem Todesjahr 229. Bis zur Zeit von Gaius Julius Cäsar sind seine Angaben eher summarisch, danach bietet er mehr Details, und ab der Herrschaft des Commodus wird er sehr ausführlich in der Darstellung dessen, was vor seinen Augen geschah. Von den ersten 36 Büchern sind ca. Fragmente erhalten, allerdings ein beträchtlicher Teil des 35. Buches mit dem Krieg des Lucius Licinius Lucullus gegen Mithridates VI. von Pontus, und des 36. Buches mit dem Krieg gegen die Piraten und den Feldzug des Pompeius gegen den König von Pontus. Die folgenden Bücher, bis zu dem 54. einschließlich, sind fast vollständig: sie behandeln die Zeit von 65 bis 12 vor Christus, also vom Asienfeldzug des Pompeius und dem Tod des Mithridates bis zu dem Tod von Marcus Vipsanius Agrippa. Das 55. Buch weist eine erhebliche Lücke auf. Die Bücher 56 bis 60 behandeln die Zeit von 9 bis 54 nach Christus, sind vollständig, und beinhalten die Ereignisse von der Niederlage des Varus in Germanien bis zu dem Tod des Claudius († 54). Von den folgenden 20 Büchern sind ca. Fragmente und der dürftige Auszug von Johannes Xiphilinus erhalten, einem Mönch des 11. Jahrhunderts und Neffen des gleichnamigen Patriarchen von Konstantinopel. Das 80. und letzte Buch beschreibt die Zeit von 222 bis 229 in der Regierung des Severus Alexander. Der noch vorhandene Teil der Zusammenfassung des Xiphilinus beginnt mit dem 35. Buch und reicht bis zu dem Ende des 80. Buches. Es ist eine sehr gleichgültige Arbeit, die da in dem Auftrag des Kaisers Michael VII. Parapinaces von Konstantinopel erstellt wurde.
Die Fragmente der ersten 36 Bücher liegen in vier Versionen vor:
- Die Fragmenta Valesiana, verteilt auf verschiedene Schreiber, Grammatiker, Lexikographen etc., wurden von Henri de Valois zusammengetragen.
- Die Fragmenta Peiresciana enthalten große Teile und wurden gefunden in dem Abschnitt De Virtues et Vices der großen Sammlung oder transportablen Bibliothek, die in dem Auftrag des Kaisers Konstantin VII. Porphyrogenitus zusammengestellt wurde. Das Manuskript dazu gehörte Nicolas-Claude Fabri de Peiresc .
- Die Fragmente der ersten 34 Bücher, aufbewahrt in dem zweiten Teil dieser Biliothek, genannt De Embassiis. Diese sind unter dem Namen Fragmenta Ursiniana bekannt, da das Manuskript, welches diese Texte enthielt, in Sizilien bei Fulvio Orsini gefunden wurde.
- Die Excerpta Vaticana, die Fragmente der Bücher 1 bis 35 und 61 bis 80 enthalten. Zu diesen wurden Fragmente eines unbekannten Schreibers hinzugefügt, der die Arbeit Dios fortsetzt bis zur Zeit von Konstantin I.. Andere Fragmente von Dio, die hauptsächlich zu den ersten 35 Büchern gehören, wurden in zwei vatikanischen Manuskripten gefunden, die eine Sammlung enthalten, die von Maximus Planudes erstellt wurde. Die Annalen des Johannes Zonaras enthalten ebenfalls mehrere Extrakte aus Dio.
Dio nahm Thukydides zu dem Vorbild, aber der Imitator ist nicht vergleichbar mit dem Original, weder in dem Arrangement oder in der Verteilung des Materials, noch in der Vernunft des Blickwinkel oder der akkurater Schlussfolgerung. Sein Stil ist in dem allgemeinen klar, wenn keine Korruption des Textes vorhanden ist, obwohl er voller Latinismen steckt. Seine Sorgfalt steht außer Frage, und in seiner Situation war er gut vertraut mit den Geschehnissen in dem Römischen Reich während der Periode, für die er eine zeitgenössische Autorität ist.
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